Kirchengasse 41
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Die Unmittelbarkeit des Theaters – Bewegung, Darstellung und Musik in ihrer Gesamtheit zu vermitteln, ist ein hoher Anspruch, dem sich die Märchenbühne Der Apfelbaum verschreibt.

Märchen sind nach wie vor für viele Kinder eine erste Brücke in Richtung Verständnis der Welt, in Richtung Rezeption der Kultur. Das Volksmärchen ist durch seine bildhafte Sprache der Erlebniswelt des kleinen Kindes nahe und vertraut. Märchenheldinnen und -helden laden zur Identifikation ein und verweisen auf den Reichtum, der im Menschen lebt. Erlebnisse dieser Art sind für Kinder von höchster Bedeutsamkeit.
Marionetten und Figuren eignen sich besonders zur Darstellung der Märchen, da dem Kind genügend Raum zur inneren Ergänzung gelassen wird.

Seit über vierzig Jahren erfüllt die Märchenbühne Der Apfelbaum die Aufgabe, das alte und bewährte Kulturgut der Märchen in Form von Figuren- und Marionettentheater mit hohem inhaltlichen und ästhetischen Anspruch zu erhalten, zu vermitteln und weiter auszubauen.

Die Märchenbühne Der Apfelbaum wurde 1975 von Christa Horvat gegründet.

„Die Initiative entspringt dem Wunsch die Entwicklung der Sinne zu fördern und dem Kind zu Erlebnissen zu verhelfen, mit denen es sich ganz verbinden, in die es ganz eintauchen kann. Denn die Märchen zeigen uns, dass Mut, Ausdauer, Entschlossenheit und Geduld zum Ziel führen, dass Herzenskräfte Not und Dunkelheit bezwingen, denn sie erzählen vom Königreich der Seele. Bruno Bettelheim hat das in seinem Buch „Kinder brauchen Märchen“ (DTV 1977) deutlich gemacht: „ (…) soll eine Geschichte das Leben des Kindes bereichern, muss sie auf seine Ängste und Sehnsüchte abgestimmt sein, seine Schwierigkeiten aufgreifen und zugleich Lösungen für seine Probleme anbieten, (…) das Vertrauen des Kindes in sich selbst und seine Zukunft stärken.“ Damit ist alles über das Erfolgsrezept der Märchenbühne gesagt: Kinder wie Eltern sind hungrig nach Geschichten, die „Seelennahrung“ im besten Sinne sind.“
Christa Horvat

Aus dem ursprünglichen Impuls, den einmaligen Märchenschatz der Brüder Grimm einem breiten Publikumskreis zugänglich zu machen, hat sich ein Figurentheater europäischen Zuschnitts entwickelt.

Die Fertigstellung eines Stückes von der Idee bis zur Premiere dauert ca. ein bis eineinhalb Jahre. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Inhalt, basierend auf verschiedensten literarischen Quellen der Märchendeutung, geht der technischen Umsetzung voraus. Alle Stücke entstehen in der eigenen Werkstatt der Märchenbühne Der Apfelbaum, wo auf kleinem Raum vom Puppenbau bis zum Bühnenbild alles selbst bewerkstelligt wird. Professionalität und künstlerische Vielseitigkeit sind Voraussetzung für alle unsere Mitarbeiter. Eine originale Musik wird für jede Inszenierung neu komponiert und einstudiert. Spezielle Holzklang- und Rhythmusinstrumente werden eigens hergestellt. Zur Einstimmung beginnt jede Aufführung mit dem beim Publikum sehr beliebten „Apfelbaumlied“. Diese eigenständige Herangehensweise zeichnet die Märchenbühne Der Apfelbaum in der Wiener Kindertheaterlandschaft aus.

Das Repertoire der Märchenbühne Der Apfelbaum beinhaltet Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm sowie Volksmärchen aus diversen Ländern wie Rumänien, Russland und Japan.

Da seh- und hörbehinderte Kinder einen besonderen Bedarf an Bild-, Klang- und Tasterlebnissen haben, bietet die Märchenbühne Der Apfelbaum seit 2006 auch diesem Publikum mit Hilfe von einer 30-minütigen Einführung für die sehbehinderten und blinden Gäste oder Gebärdensprache für die Gebärdensprachbenützer die Möglichkeit, Theater hautnah zu erleben. Es werden auch regelmäßig Aufführungen in englischer Sprache angeboten, auf Wunsch auch auf Italienisch, Französisch und Russisch.

PRESSESTIMMEN
"In der Märchenbühne Der Apfelbaum spielt die Fantasiewelt der Kinder eine Hauptrolle. (…) die Kleinen schreien und quietschen nicht vor Vergnügen, sie sitzen da mit Glitzeraugen, schauen staunend zu, wie in meditativer Weise Märchen vorgetragen und mit Puppen oder nur Andeutungen von Puppen dargestellt werden (…) das Märchen soll zu einem Gutteil in der Fantasiewelt der Kinder stattfinden."
Der Standard

"Empfehlenswert sind die Arbeiten der Märchenbühne Der Apfelbaum, die altbekannte Märchen auf einfühlsame, verzaubernde Art und Weise, ohne jedweden Kitsch auf die Bühne bringen."
Klein und Kunst

REZENSIONEN
"Durch Zufall haben wir von der @maerchenbuehneapfelbaum erfahren und uns gleich Tickets für das kommende Theaterstück gekauft. Mitten im 7.Bezirk versteckt sich das kleine Theater. Es war unglaublich lieb gestaltet und hat uns richtig gut gefallen. 2 Frauen haben die Geschichte mit Figuren und Kuscheltieren nachgespielt und eine dritte Dame hat die Geschichte gelesen und mit ganz unterschiedlichen Instrumenten begleitet. Dazwischen wurden immer gemeinsam bekannte Kinderlieder gesungen. Zwergi war von Anfang bis Ende fasziniert und konzentriert… war richtig schön zu beobachten, wie er der Geschichte folgen kann."
@kathis_baby_tagebuch (Instagram)

"PETER & DER WOLF in der Märchenbühne „Der Apfelbaum“ in Wien: Eine Empfehlung von laStaempfli: „Theater auf dem höchsten Niveau.“
Ein Tipp der Theatergängerin Regula Stämpfli: Gelesen von Michael Gebendorfer.
Livemusik auf höchstem Niveau für Kinder ist in der Schweiz selten. In Wien gehört dies u.a. dank der Märchenbühne zum Alltag. Kinder verstehen jede Art von Musik: Sie merken sich jedes Detail, sie hören Dinge, die Erwachsene oft überhören oder ignorieren. Kinder singen alle liebend gerne und bewegen ihre Körper zur Musik und leider wird den 2020er-Kinderjahrgängen viel zu wenig „Musik machen“, „Musik hören“, „Musik erleben“ geboten. Oft wird Kinder- und Jugendtheater belächelt, niedergeschrieben von den hohen Herren des deutschen Regietheaters – ach, lassen wir sie doch einfach mal in in ihrem Irrglauben stecken. Denn anders als deren Vorstellungen, ist beispielsweise die Märchenbühne „Der Apfelbaum“ immer sehr gut besucht.
Diese Märchenbühne ist eh etwas ganz Besonders. „Der Apfelbaum“ hat sich der Unmittelbarkeit des Theaters, der Darstellung, der Kunst, der Bewegung und der Musik sowie originalgetreuen Märchenerzählung verschrieben. Ein eigenes Café mit Kuchen, Wasser und einem guten Espresso gehört ebenso zum „Der Apfelbaum“ wie die Rituale des klassischen Theaterbesuchs. Nur, dass diesmal Gross und Klein gleichberechtigt begrüsst werden und die Bühne nicht für die Avantgarde, sondern für uns alle konzipiert wird.
Genial ist die Nicht-Kindlichkeit der Märchenbühne „Der Apfelbaum“. Kinder sind Gegenüber-Menschen – dies ist die Märchenbühne, „Der Apfelbaum“. 1975 wurde sie von Christa Horvat mit dem Wunsch gegründet, die „Entwicklung der Sinne zu fördern“. Christa Horvat wusste vom Hunger von Kindern und Eltern auf „Seelennahrung“, auf Geschichten die stärken.
Das Repertoire der Märchenbühne „Der Apfelbaum“ beinhaltet Volksmärchen aus diversen Ländern, die Märchen der Gebrüder Grimm und bietet für Kinder mit besonderen Bedarf wunderbare Märchen-Einführungen an.
Nun hat „Der Apfelbaum“ ein neues Stück konzipiert und zwar kein Geringeres als „Peter und der Wolf.“ Die Aufführung war schon auf 2020 geplant und musste wegen der Pandemie zwei Jahre verschoben werden. Unter der Leitung der Musikerin, Kreativdirektorin und Intendantin Stéphanie Alexandra Troehler, wird auch bei „Peter und der Wolf“ verzaubert, erzählt, für alle Sinne ansprechend schön und äusserst lebendig inszeniert. Das 1936 in Moskau uraufgeführte Stück „Peter und der Wolf“ verschmilzt Menschen und Puppen mit dem Musikensemble Allegria und es geht wie immer auf der Märchenbühne „Der Apfelbaum“ um Werte wie Freundschaft, Liebe, Sorge, Selbstbewusstsein und Mut. Menschenorientierungen, die Kinder und Erwachsene gleichermassen begeistern.
Regula Stämpfli wünscht viel Vergnügen beim Träumen und in andere Welten eintauchen. Und: Die Märchenbühne „Der Apfelbaum“ ist immer ein Besuch wert."
laStaempfli

DAS TEAM
Künstlerische Leitung Stéphanie A. Troehler
Geschäftsführung Siegrid Maulbetsch
Bistra Bachmaier, Helga Bläuel, Susanne Brandt, Alexandra Bruckner, Nina Davert, Laura Enzendorfer, Ulrike Hanousek, Gabriele Holzreiter, Daniel Karanitsch, Leon Lembert, Katharina Schmirl, Albane Troehler, Leonore Troehler, Laura Zapata, Licia Zavater